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Tankanzeige ohne Originalinstrument

Oder: Keine Lust, auf verdacht zu tanken....

Eine Anleitung von Travis für alle Streetfighter, nakischfahrer und ähnliche....

Problemstellung:

 

Fällt nach einem Umbau der TL, z.B. zum Streetfighter, das Originalinstrument weg, so bestand das Problem, dass keine ordentliche Tankanzeige mehr existierte.

Die Schaltung

Die Reserveanzeige wird mittels einer sog. Schmitt-Trigger Schaltung realisiert.

Auszug aus Wikipedia:

Er arbeitet als Vergleicher für zwei analoge Spannungen und funktioniert als Schwellwertschalter: Bei Überschreiten einer bestimmten im Schmitt-Trigger eingestellten Schwellspannung nimmt der Ausgang bei der nicht invertierenden Ausführung die maximal mögliche Ausgangsspannung (logisch 1) an, im anderen Fall die minimal mögliche Ausgangsspannung (logisch 0).

Die hier beschriebene Schaltung hat folgenden Schaltungsaufbau:

 

Die Bauteile

Welche Bauteile werden benötigt?

Hier eine Liste der verwendeten Bauteile inkl. der Conrad Bestellnummer

Anzahl

Benennung

ConradBestellnr.

Stk. Preis

1

Kondensator 2200 my/16V

446223

0,83 €

1

Potentiometer 100k

422606

0,27 €

2

Transistor BC548C

155039

0,13 €

1

Drahtwiderstand 68Ohm 5 Watt

401994

0,50 €

1

Metallsch. Widerst. 100 Ohm

408042

(100Stk)2,15 €

1

Metallsch. Widerst. 470 Ohm

408123

(100Stk)2,15 €

1

Metallsch. Widerst. 1 kOhm

408166

(100Stk)2,15 €

2

Metallsch. Widerst. 47kOhm

408360

(100Stk)2,15 €

1

Metallsch. Widerst. 100 kOhm

408409

(100Stk)2,15 €

1

Rasterplatine

527427

3,79 €

1

Leuchtdiode 12V rot

149701

1,95 €

alternativ

Leuchtdiode 12V gelb

149704

alternativ

Leuchtdiode 12V grün

149708

1

Steuerlitze gelb 10 m Rolle

608653

3,29 €

1

Steuerlitze rot 10m

608629

3,29 €

1

Steuerlitze braun 10m

625620

3,29 €

1

Steuerlitze blau 10m

608645

3,29 €

1

Steuerlitze schwarz 10m

608637

3,29 €

Stand 04/2009

Arbeitsschritte:

Die Platine zuschneiden

Um die Platine zu zuschneiden, einfach mit einem Cutter-Messer, die Platine durch die Lötaugen anritzen. Den Vorgang durchaus mehrmals wiederholen.

(Und Vorsicht mit den Fingerchen)

Platine brechen:

Anschließend mit sanfter Gewalt die Platine entlang der Schnittkante so stark biegen, bis diese dann bricht (Kündigt sich durch leise knirschen an)

So sieht sie dann aus.

Die Platine sollte dann in der Höhe mindestens 15 vollständige Lochstreifen aufweisen und in der Breite mindesten 4,5 cm umfassen.

Bestücken:

Die Platine so drehen, dass die Lochrasterstreifen horizontal ausgerichtet sind.

Anschließend die Bauelemente wie hier abgebildet biegen und in die Platine stecken. Entscheidend ist hier lediglich, wie viele Rasterpunkte nachher die gebogenen Beinchen voneinander entfernt sind und nicht die Lage des Bauelementes (nicht bei Transistoren!)

Bei R1 bedeutet das, einen Abstand von 14 Löchern, bei R2 einen Abstand von 7 Löchern, etc…

Tip: Einfach ein Reststück einer Platine als Biegehilfe verwenden, damit die Bauelemente nach her auch sauber reinpassen.

Die Transistoren, passen wie sie sind in die Platine.

Zum fixieren der Elemente die durchgesteckten Beinchen entlang der Lötstreifen um ca. 45° verbiegen, sonst fallen die Bauelemente sofort wieder raus . Alternativ kann man auch Element für Element bestücken und verlöten.

Hinweis:

Unbedingt auf die Position der Element Zueineinader achten.

(z.B. : das Bein von R5 muss auf gleicher Höhe sein wie das mittlere Beinchen von T1!)

Viel Spaß, beim Löcher zählen.

In der oberen Abbildung zu erkennen, sind die zwei roten Linien. Sie sollen Brücken darstellen. Dazu einfach die abgeschnittenen Beinchen von R1 zu Recht biegen und anschl. verlöten.

Den großen Kondensator habe ich anschließend mit Heißkleber fixiert.

Der Schaltplan mit Widerständen und Werten:

Anschlussleitungen:

Anschließend die Anschlussleitungen von unten auf die Platine löten. Ich habe als Zugentlastung, die Leitungen noch zusätzlich mit Sekundenkleber fixiert und dann mit einem Schrumpfschlauch gebündelt.

Das Endprodukt:

 

Kalibrieren:

 

Die Einstellung wird idealer Weise bei leerem Tank vorgenommen.

Vorgehensweise bei leerem Tank:

Nach Einschalten der Zündung (und leerem Tank) ca. 1 - 1,5 Minuten

warten, bis der NTC des Sensors sich weit genug aufgeheizt hat.

Anschließend das Poti mit einem kleinen Schraubendreher (z.B. PX-1) das

Poti bis ganz nach rechts drehen (siehe Abb. - 1.) und anschließend

das Poti langsam so lange nach links drehen, bis die LED anfängt zu

leuchten. Fertig! (Sollte die Anzeige auch bei vollem Tank leuchten, dann war es zu weit).

Vorgehensweise bei vollem Tank (Muss nicht funktionieren!)

Zündung einschalten und wie vorher Beschrieben 1 - 1,5 Minuten warten.

Anschließend das Poti ganz nach links drehen (Abb. - 2) dabei sollte die LED

leuchten. Tut diese das nicht, so reicht der Einstellbereich nicht aus, so daß

die Einstellung bei leerem Tank vorgenommen werden muss.

Danach das Poti wieder (langsam) nach rechts drehen (Abb. - 1) bis die LED

erlischt.

Hinweis!

leuchtet die LED einmal so wird diese erst durch ausschalten der

Zündung wieder „zurückgesetzt“ da die Hysterese für das deaktivieren

der LED zu groß ist. Man tankt ja auch nicht bei eingeschalteter Zündung

Durch Anpassung von R6 könnte die Hysterese beeinflusst werden)

Anschluß:

Entweder das rot-schwarze (niedriges Niveau ca. 2- 2,5 Liter) Anschlusskabel oder das grün-schwarze (hohes Niveau ca. 4 -4,5 Liter) auftrennen bzw. aus dem Stecker drücken und mit dem Sensoreingang (blau) der Schaltung verbinden.