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Wie verbessere
ich die Leistung einer Bremsanlage?
Hierzu ein Auszug aus der Homepage des TSB-Chefschraubers
MDvP:
- Entlüftung: Wichtig ist vor allem eine gute
Entlüftung der Bremsanlage, die leider bei der Orginalbremspumpe etwas
kompliziert ist. Beim Einfüllen frischer Bremsflüssigkeit wird immer
auch etwas Luft untergemischt. Die Zangen lassen sich recht einfach
entlüften. Die Bläschen in den Leitungen steigen langsam auf und sollten
eigentlich durch die Ausgleichsbohrung in den Vorratsbehälter entweichen.
Leider sammeln sie sich aber in der Hohlschraube der Pumpe, die den
höchsten Punkt des Systems darstellt. Wenn man keine Hohlschraube mit
Entlüftungsnippel(ca. 25 DM) verwendet, löst man bei gezogenem Bremshebel
die Hohlschraube etwas, bis Bremsflüssigkeit austritt (Lappen drum)
und zieht sie wieder an.
Noch gründlicher wird es, wenn man vor dem Entlüften der Hohlschraube
den Bremshebel mit einen Kabelbinder fest anzieht und das Motorrad eine
Nacht stehen läßt. Dadurch werden die restlichen Luftbläschen komprimiert
und können leichter aufsteigen.
- Stahlflex-Bremsleitungen: Halten ewig und verbessern
den Druckpunkt. Gegenüber neuen Gummileitungen ist der Unterschied recht
gering, die Gummileitungen werden aber im Laufe ihrer Lebensdauer weicher,
der Druckpunkt wird matschig. Stahlflex Leitungen bleiben dagegen stabil.
Anbieter sind z.B.:
| Lucas |
Mittels Sechskant sehr einfach verdrehbar. Der
Sechskant ist optisch allerdings etwas klobig. |
| Spiegler |
Mittels mitgeliefertem Klemmbock einfach verdrehbar. |
| Micron |
Baugleich mit Fren-Tubo. Auch mit Kevlar-Ummantelung
erhältlich. |
Fischer-
Hydraulik |
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| u. A. |
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- Bremsbeläge: Die organischen Brembo-Beläge (Strada)
haben eine leicht degressive Charakteristik. Sie packen zwar bei geringen
Handkräften schon gut zu, für kräftige Verzögerung an der Blockiergrenze
eines Sportreifens sind aber recht hohe Handkräfte nötig.
Carbone Lorraine SBK3
(Alpha-Technik, 89,90 DM) |
verhalten sich wesentlich linearer. Die Bremsleistung
liegt kalt etwas über dem Niveau der Brembos, heiß ist sie wesentlich
besser. Die Handkräfte sind deutlich geringer und damit auch die
Dosierung besser. |
| Lucas SV |
packen kalt noch kräftiger zu als die SBK3. Heiß
liegen sie auf etwa gleichem Niveau.
Bei mir benötigten sie eine recht lange Einfahrzeit. Zuerst rubbelte
die Bremse stark und die Bremswirkung war sehr schwierig dosierbar.
Das wurde zwar schon auf den ersten 100 km besser, verschwand
aber erst vollständig nach rund 800 km. |
- Bremszangen: Die zweiteiligen Strada-Bremszangen
(P4-30/34C) werden von vier M8x40 Schrauben zusammengehalten. Ducati
verwendet dafür Schrauben der Festigkeit 8,8 mit flachem Kopf und gibt
ein Anzugsmoment von 32 Nm an. Laut DIN sollten solche Schrauben nur
mit 20 Nm angezogen werden. Mit 32 Nm sind diese Schrauben bereits über
der 0,2 % Dehngrenze in einem sehr elastischen Bereich. Dadurch können
sich die Zangen beim Bremsen aufspreizen, was die Dosierung erschwert
und den Druckpunkt verwässert. Ersetzt man diese Schrauben durch solche
der Härte 10,9 oder 12,9 (ca. 5,- DM für alle 8 Schrauben im Fachhandel),
wie sie z.B. auch an den gefrästen P4-30/34A Zangen verwendet werden,
so verbessern sich Druckpunkt und Dosierung etwas. Theoretisch sollte
sich dadurch auch das Fadingverhalten bei extremer Bremserei deutlich
verbessern, aber wer hat denn schon wirklich mal die Zangen bis in den
Fadingbereich gebracht? ;-)
Die wichtigsten Schraubendaten habe ich bei Bossard im WWW gefunden.
BTW: Solche Änderungen an der Bremsanlage sind wohl eigentlich eintragungspflichtig
;-)
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